VHS-Arbeitskreis informierte - Ahnenforschung im Internet
Neckar-Odenwald-Kreis. Zu einer von Fritz Müßig (Haßmersheim) angeregten Internet-Online-Vorführung traf sich der VHS-Arbeitskreis Familienforschung im Landwirtschaftsamt
Mosbach. Der Schulungsraum der Landwirtschaftsschule mit seiner guten technischen Ausstattung erwies sich als bestens geeignet, den Teilnehmern einen Überblick über die Möglichkeiten des Internets für die Ahnenforschung zu vermitteln. Der Arbeitskreis dankt den Herren Berg vom Landwirtschaftsamt, Dr. Kamp und Wilder von der VHS Mosbach, die diese Online-Vorführung möglich gemacht haben.
Ausgehend von seiner Homepage zeigte Karl W. Bödecker (Obrigheim) an ausgewählten Beispielen wie bereits viele Familienforscher
die Ergebnisse ihrer Forschung auf persönlichen Webseiten darstellen.
Auch die genealogischen Vereine nutzen verstärkt diese Möglichkeit,
ihre Ziele und Aktivitäten weltweit zu präsentieren. Eine umfassende
Zusammenstellung von historischen Informationen, Literatur, Adressen, Karten etc. zur Genealogie findet sich auf der Deutschen Genealogie Homepage.
Mit Genealogie Online existiert auch bereits eine Zeitschrift, die nicht mehr auf Papier vertrieben wird.
Noch umfangreichere Informationen bietet
die US-Standard-Webseite Cindi’s List. Den Teilnehmern fiel auf, dass die
Informationen überwiegend in Englisch angeboten werden. Das ist nicht
verwunderlich, da in den USA das Internet auch für die Familienforschung
viel ausgiebiger genutzt wird als bei uns.
Das besondere Interesse
von Frau Barbara Moser (Mosbach) galt den vielfältigen Informationen
über Auswanderer. Sie hat ihre Arbeiten hierzu bereits in einer Ausstellung gezeigt.
Herr Balduin Herter (Mosbach) fand einen Hinweis auf seine Forschungen über Siebenbürgen.
Die Teilnehmer machten dann ausgiebig von der Möglichkeit
Gebrauch, in den großen Internet-Datenbanken nach ihren Familiennamen
zu suchen, Ancestry World Tree enthält z.B. 300 Millionen Datensätze.
Gute Ergebnisse und Darstellungen liefert auch Familysearch, ein Internet-Angebot der Mormonen.
Gegenüber der großzügigen Bereitstellung genealogischer Daten in den neuen Medien in den USA halten sich in der Bundesrepublik Personen und Stellen wie Standesämter, Kirchen und Archive mit Hinweis auf Urheberrecht und Datenschutz oft noch sehr bedeckt. Da sich die Genealogen in erster Linie für mehr als 100 Jahre zurückliegende Zeiträume interessieren, ist der Datenschutz jedoch nicht berührt.
Dann wurde noch der Zugriff auf CD-ROM Datenbanken ‘Deutsches Familienarchiv’, ‘DAGV-Ahnenlistenkartei’ und ‘Forscherkontakte’ vorgeführt.
An der DAGV-Aktion Forscherkontakte will sich der Arbeitskreis beteiligen.
Zur Zeit sind ca. 600.000 Familiennamen gespeichert.
Zum Schluss wurden die weitgehend fertiggestellten Entwürfe
für die eigenen Webseiten des Arbeitskreises vorgestellt. Sie sollen
zusammen mit der Homepage der VHS Mosbach nach dem in Kürze geplanten
Internet-Zugang der VHS ins Netz gestellt werden.
nach RNZ vom 22. Nov. 1999