VHS-Arbeitskreis Genealogie hielt Rückschau auf ein erfolgreiches Jahr und gab Ausblick auf anstehende Aktivitäten
Mosbach.
Beim seinem Treffen zum Jahresabschluss im "Amtsstüble" blickte der VHS-Arbeitskreis Genealogie und Heraldik Mosbach erneut auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurück. Zu den regelmäßigen Treffen reisten einige Teilnehmer wieder von weit her an. Neben neuen Kontakten zu Forschern in nah und fern wurden auch die Verbindungen zu benachbarten Vereinen in Württemberg und Hessen vertieft. Die Aktivitäten des Arbeitskreises werden auch überregional anerkannt und waren schon Vorbild für den Aufbau einer ähnlichen Gruppe.
Befördert wird der Erfahrungs- und Informationsaustausch durch die Fortschritte in der Informationstechnik mit Computer, Internet und Digitalfotografie. Während vor wenigen Jahren noch viele Genealogen PC und Internet skeptisch gegenüberstanden, gehen heute selbst ältere Senioren selbstverständlich damit um. Mit zwei Veranstaltungen in den Seminarräumen der VHS Mosbach wurde dem Rechnung getragen.
Im Frühjahr gab Karl W. Bödecker (Obrigheim) mit Online-Verbindung einen Einblick in die zahlreichen genealogischen Quellen im Internet, zeigte den Umgang mit Internet-Datenbanken auf und gab Tipps für gezielte Recherchen und Suchstrategien. Im Herbst konnte Dr. Reitmeier (München) als Referent gewonnen werden. Er erläuterte die Anwendung und die Möglichkeiten des von ihm entwickelten Genealogieprogramms Ahnix 5.0, das von vielen Mitgliedern des Arbeitskreises angewendet wird.
Einen interessanten Bericht von einem Besuch im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven, in dem die verschiedenen Stationen der Auswanderung mit umfangreichen Informationen originalgetreu dargestellt sind und "erwandert" werden können, gab Wilfried Arnold (Wilhelmsdorf). Ein Beispiel für eine erfolgreiche Recherche, auch wenn man in den Kirchenbüchern nicht mehr weiter kommt, präsentierte Holger Weber (Vielbrunn). Die Digitalisierung und Auswertung der Kirchenbücher wird mit Unterstützung durch die Kirchengemeinden fortgesetzt. Über das große Interesse an den aufgezeigten genealogischen Zusammenhängen beim Treffen der Ruffler-Nachkommen in Haßmersheim (wir berichteten) wies Fritz Müßig (Haßmersheim) hin. Der Arbeitskreis unterstützt gern Organisatoren von solchen Familientreffen hinsichtlich der Vorfahren und der Zugehörigkeit zu den verschiedenen Stammlinien.
Traditionell findet am 2./3. Jan. 2009 wieder der Forschertreff in Haßmersheim statt, bei dem Fragen zu den Vorfahren behandelt werden und Erfahrungen zu Quellen und Methoden in der Ahnenforschung ausgetauscht werden. Am 3. Febr. 2009 steht ein Besuch im Archiv des Bundesbahn-Sozialwerks in Ludwigshafen auf dem Programm, das u. a. über 6000 Ortsfamilienbücher verfügt. Näheres unter www.vhs-mosbach.de/akgen.
nach RNZ vom 20. Dez. 2008