Den Vorfahren auf der Spur

Arbeitskreis Genealogie und Heraldik an der Volkshochschule Mosbach stellt umfangreiches Programm vor

    Mosbach.   Bei seinem ersten Treffen in diesem Jahr gedachte der VHS-Arbeitskreis Genealogie und Heraldik seines im Januar verstorbenen Mitglieds Erich Bräuchle aus Hüffenhardt. Die Erforschung seiner Familie aus Buchen stellte Alfred Gramlich, Mosbach, vor. Er konnte sich dabei auch Nachlassakten zu Nutze machen und ausgehend von seinem Großvater seine Vorfahren bis 1700 zurückverfolgen. Er berichtete von einem Familientreffen der Gramlichs in Ulm. Der Name Gramlich, auch Gramlig oder Gramling geschrieben, kommt im Odenwald und Bauland in vielen Orten vor. In Amorbach gab es seit 1618 den Namen Gramm sowie Äbte Grammlich, auf welche der Ursprung des Namens zurückgeführt werden kann.
    Interessant waren Zitate aus einer Geschichte über die Gramlichs in Auerbach, die sein Bruder zufällig in einer Zeitschrift in England entdeckte. Anwesen und Nachfahren gibt es in Auerbach noch heute.
    Alfred Gramlich stellte seine Arbeitsweise mit einem Genealogie-Programm vor, das eine einfache Erfassung ermöglicht und ohne viel Aufwand Ergänzungen und Änderungen ermöglicht. Informationen hierzu erhält man auf der Webseite des Vereins für Computergenealogie www.genealogienetz.de.
    Fritz Müßig, Haßmersheim verfolgt zur Zeit eine heiße Spur seines Ahnherrn Johann Burkhard Müßig (†1689) von Neckarmühlbach nach Lohrbach und Fahrenbach. Er geht dabei auch einem Hinweis von Karl W. Bödecker, Obrigheim aus der Internet-Datenbank der Mormonen nach (www.familysearch.org), in der es umfangreiche Informationen zu Familien aus unserem Raum gibt. Dort findet man u.a. Namen wie Endlich (Diedesheim), Kirschenlohr (Fahrenbach), Schifferdecker (Neckargerach) und Sigmund (Lohrbach).
    Bei einem Besuch im Kreisarchiv Mosbach im März wurde das neue Suchsystem mit Mikrofichen für Akten-Recherchen im Generallandesarchiv Karlsruhe vorgeführt. Weiter stellte Kreisarchivar Alexander Rantasa Möglichkeiten für Familienforscher anhand von Beispielen zu Bauanträgen sowie von Akten zu Gesundheitswesen, Einwanderungen, Ehrungen von Bürgern dar. Auch wenn die Unterlagen im Wesentlichen erst seit 1945 gesammelt werden, enthalten sie oft Hinweise auf weiter zurückliegende Vorgänge. Das Kreisarchiv ist bestrebt, Schriften und Nachlässe von Bürgern und Vereinen aufzunehmen. Fritz Müßig dankte für die sehr ausführlichen Informationen.
    Für das erste Halbjahr stehen interessante Themen zur Familienforschung im Raum Neckar-Odenwald auf dem Programm:
    6. Mai: Besuch im Heimatmuseum "Königheimer Höflein" in Höpfingen u.a. mit Informationen über die Massenhochzeit vor der Auswanderung im Jahr 1794.
    3. Juni: Die Verbreitung des Namens Reinmuth im Neckar-Odenwald.
    1. Juli "Häuser und Leute in Haßmersheim im 19. Jahrhundert".
    Das nächste Treffen findet am heutigen Dienstag ab 20 Uhr im VHS-Clubraum in der Hospitalgasse statt. Dabei stellt Balduin Herter, Mosbach die Stammtafeln der Ritter und Edelknechte von Hettingen, Hainstadt, Buchen und Dürn vor.
    An Familienforschung Interessierte sind bei den Treffen des Arbeitskreises immer gern gesehen. Näheres ist der Homepage des Arbeitskreises zu entnehmen: www.vhs-mosbach.de/akgen.
nach RNZ vom 1. Apr. 2003