Einblick in Familienforschung

Sonderausstellung im Heimatmuseum Neckarelz eröffnet

Im Heimatmuseum Neckarelz wurde am Pfingstsamstag die Ausstellung „Familienforschungen im Raum Mosbach“ eröffnet. Heimatvereinsvorsitzender Hermann Senk (2. v. links) hieß hierzu besonders auch den Leiter der VHS Mosbach, Dr. Kamp, sowie Fritz Müßig vom Arbeitskreis Genealogie und Heraldik willkommen. Foto: K. Heuberger

    Neckarelz.    "Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit, und alle Welt vergehet in ihrer Herrlichkeit": Mit diesem Matthias-Claudius-Zitat verdeutlichte F. Müßig (Haßmersheim), wie begrenzt doch eine Lebenszeit ist. Anlass für die Erinnerung an dieses Zitat war die Eröffnung der Ausstellung "Familienforschungen im Raum Mosbach", deren Anliegen der Sprecher des Arbeitskreises "Genealogie und Heraldik" am Samstag im Heimatmuseum Neckarelz erläuterte.
    Daten aus einem Zeitraum von rund 425 Jahren - das sind 17 Generationen - werden mit dieser Ausstellung vermittelt, die der Arbeitskreis "Genealogie und Heraldik" in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Mosbach und dem Heimatverein Neckarelz präsentiert. An diese beiden Institutionen ging daher der Dank von Fritz Müßig. Und für die VHS Mosbach ließ es sich deren Leiter Dr. Rudolf Kamp nicht nehmen, die Arbeit der Genealogen mit "Chefin" Erika Hemberger-Jung zu würdigen, während für den Heimatverein Neckarelz Vorsitzender Hermann Senk willkommen hieß und sich für die gute Zusammenarbeit bedankte.
    Dass Familienforscher mit dem Computer umgehen können und dies für eine moderne Archivierung auch gut benötigen, ließ Müßig die Gäste der Eröffnungsfeier wissen. Als Experten des Arbeitskreises nannte er Karl W. Bödecker (Obrigheim), "der in modernen Datenbanken Namen und Hinweise findet, die wir alle sonst nicht finden würden". Bödecker betreut auch Seiten im Internet.
    Weiter wirkten an der Ausstellung mit: Balduin Herter, der eine Auswahl von Wappen unseres Raumes präsentiert, sowie Barbara Moser, die das Thema „Auswanderungen“ beleuchtet. Müßig selbst hat sich der Familien Heuß und Heiß im Elzmündungsraum angenommen. Einblick in ihre Familienforschungen in Guttenbach und Hüffenhardt gewähren Hans und Ruth Witzel (Guttenbach), Irene Bödigheimer (Neckargerach) und Erich Bräuchle (Hüffenhardt). Werner Krätschmer vermittelt eine Übersicht von Familienverbänden und damit auch die Grundsätze bei der Erstellung von Ortsfamilienbüchern.
    Das Heimatmuseum Neckarelz ist also der rechte Ort, den Spuren der Vorfahren nachzugehen. Interessenten, für die auch eine Ahnenbörse angeboten wird, sind an den kommenden beiden Wochenenden eingeladen, zu den Öffnungszeiten von 14 bis 17 Uhr diese Ausstellung und auch die anderen Bereiche des Museums zu besuchen.


nach RNZ vom 8. Juni. 2001