Neckarelz. (man)
Der VHS-Arbeitskreis Genealogie und Heraldik Mosbach lädt in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Neckarelz zur Eröffnung der Ausstellung "Familienforschungen im Raum Mosbach" am Pfingstsamstag, 2. Juni, um 14 Uhr im Heimatmuseum Neckarelz, Rathausgasse 3, ein. Die Ausstellung informiert über Stammbäume, Ortsfamilienbücher, Ahnenbörse, Auswanderungen und Familienwappen. Weitere Besuchszeiten, jeweils von 14 bis 17 Uhr, sind am 3./4., 9./10. und 16./17. Juni.
Der Arbeitskreis möchte mit dieser Ausstellung einen Einblick in seine Arbeiten geben und genealogische Zusammenhänge im Elzmündungsraum aufzeigen. Damit soll das Interesse an der Familienforschung im hiesigen Raum gefördert werden. Alle, die sich mit der Erforschung ihrer Familie beschäftigen, sind zur Beteiligung und zum Austausch der Forschungsergebnisse eingeladen.
Auf Wandtafeln werden mit Schaubildem, Texten, Bildern und Fotos folgende Themen behandelt: Ziele und Projekte des Arbeitskreises, Familienwappen, Auswanderungen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis, Familien Heuß und Heiß im Elzmündungsraum, Familienforschungen in Guttenbach und Hüffenhardt und Ortsfamilienbücher.
Weiter werden Stammbäume, Ortsfamilienbücher und Familienwappen gezeigt. Handschriftlich oder auf Vordrucken angefertigte Ahnentafeln werden mit verschiedenen Computerprogrammen erstellten Ahnentafeln gegenübergestellt. Anhand von Unterlagen und Literatur können Fragen zur Vorgehensweise bei der Ahnenforschung beantwortet werden. Hierzu liegt auch ein "Leitfaden für Familienforscher" bereit. Über die Tätigkeit des Arbeitskreises ist ein Info-Blatt erhältlich.
Aus der Sammlung Mosbacher Familienwappen, die von Balduin Herter aufgebaut wird, wird eine Auswahl gezeigt. Vertreten sind Wappen von älteren Mosbacher Bürgern und Familien der näheren Umgebung sowie von zugewanderten Familien. Das Recht zur Führung eines Wappens ist seit dem, 13. Jahrhundert nicht mehr auf den Adel beschränkt. Geistliche, Bürger, Handwerker und Bauern haben seit dieser Zeit ebenfalls Wappen geführt und im ausgehenden Mittelalter von dem Recht zur Wappenannahme und Wappenführung Gebrauch gemacht.
Barbara Moser, Mosbach, gibt einen Einblick in ihre Forschungen zu den Auswanderungen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis im 19. und 20. Jahrhundert. Ganze Dörfer im hiesigen Raum wurden damals entvölkert. Menschen zogen vor allem wegen wirtschaftlicher Not aus ihrer Heimat fort. Nachkommen der Auswanderer suchen heute Kontakt, um in Erfahrung zu bringen, wo ihre Vorfahren gelebt haben.
Anhand von Ahnentafeln erläutert Fritz Müßig, Haßmersheim, die Zusammenhänge der Familien Heuß und Heiß im Elzmündungsraum nach dem 30-jährigen Krieg und die Verbindung zu Theodor Heuss, dem ersten Bundespräsidenten. Einen Einblick in die Erforschung ihrer Familien geben Hans und Ruth Witzel, Guttenbach, Irene Bödigheimer, Neckargerach, und Erich Bräuchle, Hüffenhardt. Eine Übersicht von Familienverbänden gibt ein von Werner Krätschmer Mosbach, bearbeitetes Familienbuch (seit 1600) sowie ein "Ortssippenbuch Pesthidegkut (bei Budapest/Ungarn)". An diesem Beispiel werden die Grundsätze bei der Erstellung von Ortsfamilienbüchern gezeigt. Mit einem EDV-Programm wurden alle Familien einer Ortschaft erfasst, über die Angaben vorliegen und ihre Verknüpfungen zueinander dargestellt. Interessierte haben so die Möglichkeit, ihre Abstammungslinien ausfindig zu machen und gegebenenfalls mit eigenen Daten zu ergänzen.