06.12.2005: Jahresabschluß 2005 im Amtsstüble Mosbach
Das Jahresabschlusstreffen im Amtstüble Mosbach fand so großen Zuspruch, dass erst zusätzliche Plätze geschaffen werden mussten. Fritz Müßig hieß neben den erschienenen Mitgliedern besonders Jürgen Wisswässer aus Karlruhe willkommen und überreichte ihm im Auftrag der Stadt Mosbach ein druckfrisches Exemplar des Jahrbuchs Mosbach 2005 als Anerkennung für das auf CD übertragene, auf einem Flohmarkt erworbene Findbuch des Stadtarchivs Mosbach. Er stellte die Möglichkeiten zum Auffinden von Archivalien zur Vorbereitung auf einen Archivbesuch anschließend dar.
Besonders begrüßt wurden auch Hans Ahrendt aus Hirschhorn, der durch seine Kurse zur Familienforschung an der Volkshochschule Mosbach als Initiator des Arbeitskreises gilt, und der erfahrene Genealoge Pfarrer i.R. Gerd Gramlich aus Bad Mergentheim, der eine umfangreiche Bibliothek u.a. mit 400 OSB besitzt und auf die Bedeutung der Leichenpredigten für die Familienforschung hinwies. Er bot seine Erfahrungen aus vielen Vorträgen zur Familienforschung an.
Fritz Müßig präsentierte dann mit einem Beamer ausgewählte Beispiele aus vom ihm mit Digitalkamera verfilmten und auf CD übertragenen reformierten und katholischen Kirchenbüchern von Haßmersheim sowie die Auswertungen und Suchmöglichkeiten in den vom ihm erstellten Tabellen. Die Verfilmung und Transkription von Kirchenbüchern sowie die Zusammenstellung von Personen und Familien in Form von Tabellen oder Familienbüchern waren Schwerpunkt dieses Jahres. Dabei wurden die Möglichkeiten der neuen Techniken für die Familienforschung genutzt.
Im Namen der Anwesenden dankte Karl W. Bödecker dem Sprecher und Organisator Fritz Müßig für seinen unermüdlichen Einsatz mit dem er den Arbeitskreis zusammengehalten, immer wieder Themen und Referenten gefunden und damit neue Interessenten gewonnen zu hat. Er wies daraufhin, dass neben der Darstellung mit PC und Datenträgern und im Internet die Darstellung in gedruckter Form unverzichtbar ist, wie dies mit den Ortsfamilienbüchern Aglasterhausen, Daudenzell und Breitenbronn durch Ludwig Gruppenbacher geschehen ist. Aus dem Datenbestand des Projektes "Familien im badischen Neckartal-Odenwald" wurde von Karl W. Bödecker ein "Vorläufiges Ortfamilienbuch Obrigheim" als Arbeitsexemplar erstellt. Für die Fertigstellung sollen noch die evangelischen Kirchenbücher ausgewertet werden.
Auf der unserer Webseite http://vhs-mosbach.de/akgen ist jetzt unter 'Projekte' ein Überblick über die bisher im Projekt "Familien im badischen Neckartal-Odenwald" erfassten mehr als 15.000 Personen und 4.500 Familien einsehbar. Dargestellt ist, zu welchen Familiennamen und Orten in welchen Zeiträumen Angaben vorliegen. Damit kann man sich online informieren, ob zu den eigenen Vorfahren Angaben erwartet werden können. Der Arbeitskreis erteilt Auskünfte und ist zur Fortschreibung an einem Austausch von Forschungsergebnissen interessiert.
Balduin Herter, unser Experte für Heraldik, übergab dann seine umfangreiche Wappensammlung mit ca. 100 Familienwappen, davon 66 endgültig beschrieben und historisch belegt, in die Obhut des Arbeitskreises. Er äußerte den Wunsch, dass sich jemand finden möge, der seine Arbeit fortführt. Fritz Müßig dankte ihm für seine langjährige Arbeit und dafür, dass dem Arbeitskreis die Ehre zuteil wurde, diesen Schatz zu verwalten, und sicherte einen sorgfältigen Umgang damit zu. Eine Auswahl soll demnächst auf der Webseite des Arbeitskreises veröffentlicht werden.
Mit regen Diskussionen und Erfahrungsaustausch, bei dem auch einige Stammbäume erweitert werden konnten, klang der gelungene Abend in gemütlicher Runde aus (siehe Fotos ).