Jahresabschluß in der Gaststätte zur Eisenbahn in Diedesheim
Am 2. Dez. 2003 traf sich der AK zum Jahresabschluß in der "Gaststätte zur Eisenbahn" in Diedesheim. Fritz Müßig zog eine positive Bilanz der Aktivitäten dieses Jahres und erinnerte an die Besuche im Kreisarchiv und im Königheimer Höflein, die Präsentation "Häuser und Leute" in Haßmersheim, den Vortrag von Reinhard Wolf über die Gutleutanlage in Mosbach und die Fortschritte unseres Projektes "Familien Reinmuth im badischen Odenwald und Neckartal"
Ernst Bulling gab dann einige Erläuterungen zur Gründung der Gaststätte, die seit über 100 Jahren im Besitz seiner Familie ist. Heinrich Bulling, 1853 in Kälbertshausen geboren, hatte 1877 die 1852 in Diedesheim geborene Susanne Elisabeth Arnold geheiratet. 1899 erhielt er die Konzession für die Wirtschaft "Gasthaus zur Eisenbahn". Frühere und gegenwärtige verwandtschaftliche Beziehungen wurden diskutiert u.a. zu Heuß (Heiß) und Lichtenberger. Hierzu wurde das kürzlich erschienene Buch "Die Odenwälder-Neckartaler Lichtenberger von 1530 bis 2002" gezeigt.
Als ein Beispiel für das Leben in früheren Zeiten trug Fritz Müßig eine Geschichte von Martin Schmitt aus Haßmersheim über den Ratschreiber Louis Braun vor. Er war 21jährig von Grombach nach Haßmersheim gekommen, war 4mal verheiratet und diente unter 7 Bürgermeistern bis er 1899 starb. Es bestehen vielfältige Beziehungen zu anderen Familien und Orten, u.a. nach Aglasterhausen und zuletzt nach Tirol, woher seine letzte Frau stammte. Das Wohnhaus trägt die Wappen Spohn, Pixner und Braun.
Dass auch versierte Hobby-Genealogen ihre Familiengeschichte mal umschreiben müssen, musste Fritz Müßig erfahren. Durch einen Lesefehler der alten Handschrift im Kirchenbuch war man lange davon ausgegangen, dass einer seiner Vorfahren statt Goos, Johannes richtig Hanß Schlaunes hieß. Damit waren 80 Jahre neu zu erforschen.
Wie in der RNZ zu lesen war, landeten in Rippberg wertvolle Kirchenbücher und Pfarrakten auf einer Mülldeponie und dem Flohmarkt. Um das zu vermeiden sollten Dokumente zur Familiengeschichte an ein Archiv übergeben werden, wenn in der Familie daran kein Interesse mehr besteht.
Der AK begrüßte, dass die Standesamtsurkunden von Mosbach einschl. der Teilorte von Beginn an EDV-mäßig erfasst sind. Damit ist eine schnellere Suche nach den eigenen Vorfahren möglich.
Neben einem regen Erfahrungsaustausch wurden Vorschläge für das Programm 2004 besprochen. Themen und Termine werden nach Abklärung mit den Referenten mitgeteilt.