Projekt: Familien im badischen Neckartal-Odenwald
Zusammenführung genealogischer Forschungen in unserem Raum
Bearbeiter
Karl W. Bödecker, Obrigheim
Die Familien in unserem Raum sind seit Jahrhunderten vielfältig durch Heiraten verbunden, weiter zurückliegende Beziehungen sind zum Teil in Vergessenheit geraten. Familien gleichen Ursprungs mit Namensabweichungen werden so für unabhängige Linien gehalten. Es treten oft mehrfache Verbindungen zwischen denselben Familien auf.
Geht man einige Jahrhunderte zurück, stellt man fest, dass praktisch alle Einwohner eines Ortes, wenn auch entfernt, miteinander verwandt sind, soweit sie nicht in jüngerer Zeit zugezogen sind. Aber auch zu benachbarten Orten entstanden durch Einheirat viele Verbindungen.
Es besteht also ein Netz verwandter bzw. verschwägerter Familien mit gemeinsamen Wurzeln. Es ist ein Ziel des Arbeitskreises, genealogische Forschungen zu Familien in unserem Raum zusammenzuführen und auch in früherer Zeit durch Heiraten verknüpfte Familien darzustellen. Gemeint ist im wesentlichen das Gebiet zwischen Eberbach und Haßmersheim sowie zwischen Aglasterhausen und Schefflenz (siehe Kartenausschnitt von 1910).
Die Erfassung und Verwaltung erfolgt mit einem Genealogieprogramm. Basis der Datenbank sind die Forschungen von Dr. Herbert Leutz in den Jahren 1940 bis 1952, dessen Nachlaß zum großen Teil im Stadtarchiv Eberbach archiviert ist.
Dr. Leutz hat umfangreiche Angaben zu Familien aus der Umgebung zusammengetragen. Es handelt sich um eine Vielzahl handschriftlicher Notizen auf losen Blättern, zum Teil in einer heute nicht mehr üblichen Stenoschrift. Eine zusammenfassende Aufarbeitung von ihm liegt für die Reinmuths vor.
Weiter wurden private Angaben ergänzt und ein Abgleich mit Informationen von Familysearch vorgenommen. Es wurden fast ausschließlich Sekundärquellen ausgewertet, bei denen einige Unvollständigkeiten, Unstimmigkeiten und Widersprüche festzustellen sind. Die Aufstellung bietet daher keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Daten und Zuordnungen. Für die Verwendung in der eigenen Familienforschung ist daher die Einsichtnahme in die Originalquellen anzuraten.
Die Datenbank enthält zur Zeit über 43.100 Personen mit über 12.700 Ehen. Sie wächst ständig weiter und steht für Auskünfte zur Verfügung (Trendkurve). Am häufigsten vertreten sind die Namen Reinmuth, Backfisch, Sigmund sowie die Orte Obrigheim, Eberbach, Asbach, Binau (Häufigkeiten). Der Stammvater Hans Reinmuth (1535-1609) ist mit über 34.800 Personen verknüpft. Dieses zeigt den hohen Grad der Vernetzung der erfassten Personen. Eine Übersicht zu den Familiennamen mit den zugehörigen Orten und Angabe der Zeiträume, zu denen Angaben in der Datenbank vorliegen, ist unter Projektübersicht einzusehen.
Informationen und Unterlagen für Ergänzungen sind erwünscht Email.
Stand: 12.07.2010 bdk